Betreutes Wohnen für psychisch Behinderte und suchmittelabhängige Menschen mit Tagesstruktur
Konzept
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Standort
Wohngruppen
Freie Plätze
Mutter Kind
Einzelwohnen
Personal
Freie Stellen
Aufnahmeprozedur
 
Konzept Betreutes Wohnen Elgg AG
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Geschützter Lebensraum mit Tagesstruktur
für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung und Suchtmittelabhängigkeit

 

1. Leitbild Betreutes Wohnen Elgg AG

 

 

Unsere Vision ist…

 

…Menschen sinnvoll zu unterstützen und zu begleiten

Wir wollen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen, in ihrer aktuellen Lebensphase ihr Leben nicht selbständig bewältigen können, unterstützen und begleiten. Im Mittelpunkt dieser Betreuung steht die zwischenmenschliche Beziehung. Sinnvolle Unterstützung bedeutet für uns, mit unseren Klienten individuelle Ziele zu erarbeiteten und gemeinsam umzusetzen.

Fachspezifische Weiterbildungen für das Personal sind uns wichtig, um die Qualität der individuellen Betreuung zu sichern.

 

…der Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen gerecht zu werden

Die Akzeptanz und der Respekt gegenüber der Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen ist uns ein grosses Anliegen. Deshalb legen wir Wert auf Selbstbestimmung, fördern die Selbständigkeit und die Eigenverantwortung soweit als möglich.

Der Mensch wird als ganzheitliches Individuum mit Gefühlen und Bedürfnissen betrachtet. Unsere Aufgabe ist es, den Betroffenen Unterstützung zu bieten, um eigene Bedürfnisse zu erkennen und Strategien für die Umsetzung im Alltag zu entwickeln.

Wir glauben, dass jeder Mensch für die Erfüllung seiner Bedürfnisse, sein Bestmögliches gibt.

 

…die Krise als Chance nutzen zu können

Unser Ziel ist, die Krise als Chance zu entdecken und daraus die Möglichkeiten der Weiterentwicklung zu erkennen. Mit Achtsamkeit und Verständnis arbeiten wir mit den Menschen zusammen, geben die notwendige Empathie um Mut und Kraft für Veränderungen fassen zu können.

 

…Ressourcen zu fördern und gesunde Anteile zu erkennen

Unsere Aufmerksamkeit richten wir auf die Ressourcen und die gesunden Anteile der Betroffenen.

Um die Ressourcen, wie auch die gesunden Anteile optimal fördern zu können, ist uns ein breites Spektrum an Angeboten in den verschiedenen Alltagsbereichen, Wohnen, Tagesstruktur und Freizeit ein grosses Anliegen. Um den Bedürfnissen unsere BerwohnerInnen gerecht zu werden, wird unser Angebot regelmässig überprüft und angepasst.

 

…die gemeinsame Haltung pflegen und fördern

Unsere Haltung richtet sich nach den Modellen der Gewaltfreien Kommunikation und Recovery. Um die gemeinsame Haltung zu stärken und zu fördern, ist uns Raum für Austausch und Weiterbildung wichtig.

Unsere tägliche Arbeit verrichten wir mit viel Zuversicht, Ausdauer und Geduld.

 

 

 

 

Wir haben Mut zur Offenheit, neue Wege einzuschlagen.

Wir haben die Ressourcen und Flexibilität, um die verschiedenen Strategien zur Lebensgestaltung zu erweitern.

 

 

2. Konzept Betreutes Wohnen Elgg AG

2.1. Hintergrund und allgemeine Ziele der Institution

 

Wir bieten in acht Wohnhäusern und sechs Wohnungen strukturell vielseitige Wohnformen mit unterschiedlichen Betreuungsintensitäten an. In Wohngruppen von zwei bis zehn Bewohnern leben erwachsene Menschen jeder Alterskategorie, vom Jugendlichen bis zum Betagten. Der Aufenthalt kann kurz sein, wenige Monate, viele Jahre dauern oder das bleibende Zuhause werden.

 

Die Alltagsbegleitung, sowie das Alltagstraining stehen im Vordergrund. Durch die fachliche und persönliche Unterstützung können die Bewohner mehr Selbständigkeit, Selbstverantwortung und Selbstsicherheit erlangen. Der Betreuungsgrad ist individuell und liegt im Rahmen der Persönlichkeit und des Bedarfes. Im Mittelpunkt der Betreuung und Begleitung steht das persönliche Wachstum eines jeden einzelnen Bewohners/in. Es ist unser Anliegen, die Bedürfnisse der Bewohner zu berücksichtigen, um daraus gemeinsame Strategien zu erarbeiten.

 

Unser Ziel ist, auch weiterhin diese geschützte Lebensform, kostengünstig und ohne Subventionen anbieten zu können.

 

Unseren Grundsätzen der ersten Stunde bleiben wir treu:

·          Im Mittelpunkt steht das Wohlergehen unsere Bewohnerinnen und Bewohner

·          Die Gleichwertigkeit als Mensch ist uns ein Anliegen

·          Chancengleichheit für alle Bewerberinnen und Bewerber

·          Einfaches Aufnahmeverfahren

·          Geringer Verwaltungsaufwand

·          Minimales Therapieangebot (freiwillige Gesprächstherapie)

·          Milieutherapeutische Begleitung und Beratung

·          Psychotherapeutische und medizinische Behandlungen werden durch qualifizierte Drittpersonen angeboten

 

Unserer Recovery - orientierte Haltung basiert auf den folgenden Elementen:

·          Hoffnung und Zuversicht auf Genesung

·          Ausdauer und Geduld für die Entwicklung

·          Selbstbestimmung der Bewohner, damit sie Verantwortung für ihr Leben übernehmen können

·          Krisen als Chancen wahrnehmen und annehmen

·          Individuelle Betreuung und Begleitung

 

Um unsere Grundsätze zu bewahren und weiterzuentwickeln arbeiten wir mit dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg.

 

Ziele der sozialpsychiatrischen Betreuung:

·          Alltagsbewältigung

·          Integration ins soziale Umfeld

·          Förderung der Selbstständigkeit im täglichen Leben      

·          Sinnvolle Tagesstruktur

·          Erreichen der individuellen Ziele von Bewohnern und gesetzlichen Vertretern

2.2. Standorte der Institution

Büroräumlichkeiten und Tagesstätte:

 

St. Gallerstrasse 7

Elgg

 

 

Wohngemeinschaften:

 

Langfurri

Elgg

4 Personen

seit Oktober 1997

zur Waage

Elgg

5 Personen

seit März 1998

Regenboge

Elgg

10 Personen

seit Mai 2000

Heckenweg Parterre

Elgg

4 Personen

seit Juli 2001

Heckenweg 1. Stock

Elgg

4 Personen

seit Juli 2001

Flarz

Waltenstein

10 Personen

seit Juli 2001

Gartenweg

Elgg

3 Personen

seit Oktober 2003

Burghof

Hofstetten

5 Personen

seit Oktober 2004

Dachgeschoss

Elgg

2 Personen

seit August 2008

Langfurri 5

Elgg

2 Personen

seit November 2009

Egghof

Hagenbuch

2 Personen

seit März 2010

Waldhaus

Elgg

5 Personen

seit März 2010

 

Einzelwohnungen:

 

Heckenweg

Elgg

1 Personen

seit Juli 2001

Obergasse 9

Elgg

1 Personen

seit Dezember 2001

 

 

Freizeittreff:

Linden-Treff, Hintergasse 5, Elgg

 

Von der Direktion für Soziales und Sicherheit des Kantons Zürich sind gesamthaft 58 Betreuungsplätze bewilligt. (Bewilligung für den Betrieb eines privaten Heims).

2.3. Trägerschaft

Private Institution

Betreutes Wohnen Elgg AG, Postfach 26, St. Gallerstrasse 7, 8353 Elgg

 

Geschäftsleitung

Andrea Rubin

 

Rechtform

Aktiengesellschaft

 

2.4. Finanzen

Selbsttragend, keine Staats- und Bundessubventionen.

 

Taxordnung

Detaillierte, aktuelle Taxordnung gemäss Tarifblatt

 

In diesen Kosten sind enthalten:

 

·          7 Tage Vollpension

·          Betreuung

·          Wochenend und Nacht – Pikett Dienst

·          Tagesstruktur (Tagesstätte und Freizeitgestaltung)

·          Ca. 1 Woche begleitete Ferien pro Jahr

·          Miete

·          Nebenkosten: Telefon (Grundgebühr), Fernsehen, Notruf, Strom, Wasser etc.

2.5. Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Frauen und Männer ab 18 Jahren mit:

 

·          Psychischen Einschränkungen

·          Suchtmittelabhängigkeit, Methadonsubstitutionsprogramm

·          Dualdiagnosen

·          Persönlichen Schwierigkeiten

·          Obdachlosigkeit

·          Bedarf einer Anschlusslösung an Klinikaufenthalt, Therapie, Therapieabbruch oder Gefängnisaufenthalt

·          Ambulante Massnahme

 

Unsere Bewohnerinnen und Bewohner sind IV-BezügerInnen, Fürsorgeabhängige, Selbstzahlende.

 

Einzugsgebiet: Ganze Schweiz.

2.6. Angebote unserer Institution

2.6.1. Wohnen

Wohngruppen – punktuell ( 3 – 10er Plätze )

Wir bieten verschiedene Wohnplätze mit punktueller Betreuung in Wohngruppen an. Die Bewohner haben in der Werkstatt (Arbeits- Beschäftigungs- oder Kreativgruppe) die Tagesstruktur und den Mittagstisch. Einzelne Bewohner arbeiten auch extern. Der Einsatz unseres Betreuungspersonals findet hauptsächlich gegen den Abend statt (Mo – Fr), tagsüber sehr individuell und nach Bedarf. In der Nacht und am Wochenende steht ein Bereitschaftsdienst für Notfälle zur Verfügung. Dieser kommt am Samstag- und Sonntagabend zum Kurzeinsatz in die Gruppe zur Klärung des Wohlbefindens, wie auch für allfällige Medikamenten- und Taschengeldabgaben.

Die Aufenthaltsdauer ist unbeschränkt.

 

2er Wohngruppen – punktuell

Die zweier Wohngemeinschaften werden ebenso punktuell betreut. Die Bewohner haben in der Werkstatt (Arbeits- Beschäftigungs- oder Kreativgruppe) die Tagesstruktur und den Mittagstisch. Einzelne Bewohner arbeiten auch extern. In dieser Wohnform sind die Bewohner in der Haushaltführung mehr gefordert und das Training der Selbständigkeit ist ein wichtiger Bestandteil.

Der Einsatz unseres Betreuungspersonals findet 2-3mal am Abend statt. Tagsüber werden die Bewohner sehr individuell und nach Bedarf betreut. In der Nacht und am Wochenende bieten wir einen Bereitschaftsdienst für Notfälle auf Abruf.

Die Aufenthaltsdauer ist unbeschränkt.

 

Betreutes Einzelwohnen „Heckenweg“

In dieser Einzelwohnung werden durch tägliche Betreuung, Ziele der Alltagsbewältigung und Sozialkompetenzen gefördert und erhalten.

Die Wohnung ist der Wohngemeinschaft „Heckenweg 1. Stock“ angeschlossen.

Der Zusammenschluss beinhaltet folgende Punkte: gemeinsames Einkaufen, Teilnahme an der WG-Sitzung, gemeinsame Waschküche/Wäscheplan, 2mal pro Woche Abendessen in der Wohngemeinschaft, inklusive kochen, mit Unterstützung der Betreuung.

Die Aufenthaltsdauer ist unbeschränkt.

 

Betreutes Einzelwohnen „Obergasse 9“

Das Einzelwohnen dient als Anschluss an einen Aufenthalt in einer punktuell betreuten 2er Wohngemeinschaft. Hier kann der Bewohner die selbständige Alltagsbewältigung trainieren und erfahren, um sich auf einen Austritt vorzubereiten. Dabei bieten wir wöchentliche Betreuung an. Sofern noch kein externer Arbeitsplatz vorhanden ist, ist die Teilnahme an unserer internen Tagesstruktur und Mittagstisch verbindlich. Ziel ist, eine externe Tagesstruktur zu finden, die nach Austritt erhalten bleibt.

Die Aufenthaltsdauer beträgt höchstens 6 Monate.

 

2.6.2. Arbeit (Tagesstätte)

 Kreativgruppe

Die Kreativgruppe ist unser niederschwelligstes Angebot im Arbeitsbereich.

In der Kreativgruppe können die Bewohner malen, zeichnen und basteln. Die Betreuungsperson bietet Unterstützung bei der Umsetzung von Ideen. Auch können die Bewohner bei der Vorbereitung des Mittagstisches helfen. Eigene Ideen und Wünsche dürfen nach Absprache mit der KG-Leitung umgesetzt werden. Die erschaffenen Werke sind Eigentum der Bewohner.

 

Arbeitszeit:                    Mo – Fr 09.00 – 11.30 Uhr

Motivationsgeld:            Keines

 

Beschäftigungsgruppe

In der Beschäftigungsgruppe werden verschiedene einfache Industriearbeiten verrichtet, zum Beispiel: Herstellung von Holzbündeln, Tee abpacken, Etikettieren, Anzündwürfel fabrizieren, Näharbeiten, Vorbereitung des Mittagstisches, …

 

Arbeitszeit:                    Mo – Fr 09.00 – 11.30 Uhr

Motivationsgeld:            1 Fr. / Stunde

 

Arbeitsgruppe

In der Arbeitsgruppe arbeiten die Bewohner meist im Freien, unter Anleitung. In der Arbeitsgruppe werden beispielsweise folgende Arbeiten verrichtet:

Gartenpflege, Unterhalt und Reparaturen eigener Liegenschaften, Haltung von 11 Schafen, Unterhalt und Ernte der Heidelbeerplantage und Obstbäume, Zügelarbeiten, …

 

Arbeitszeit:                     Mo – Fr 09.00 – 11:30 und 13.00 – 15.30

Motivationsgeld:             2 Fr. / Stunde

 

Externe Arbeitsstelle

Es wird ein Fahrdienst zur IV-Werkstätte Murghof in Frauenfeld angeboten. Wir unterstützen bei der Suche nach Nischen-Arbeitsplätzen oder anderen geschützten Werkstätten.

Des Weiteren versuchen wir, in Zusammenarbeit mit der IV, in der freien Marktwirtschaft geschützte Arbeits-/Beschäftigungsplätze zu finden.

 

 2.6.3. Freizeit

 Lindentreff

Der Lindentreff bietet den Bewohnern eine Freizeitgestaltung im geschützten Rahmen. Im Freizeittreff können die Bewohner verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung erlernen und eigene Ideen verwirklichen (wie z.B. Malen, Gesellschaftsspiele, Gespräche, Basteln, Computerarbeiten…). Es werden auch Aktivitäten ausserhalb des Treffs gemeinsam geplant und durchgeführt (Kino, Museum, Hallenbad, Zirkus,..). Die NutzerInnen des Lindentreffs haben die Möglichkeit, alkoholfreie und alkoholhaltige Getränke zum Einkaufspreis zu konsumieren. Alkoholhaltige Getränke, Bier und Wein, werden im Rahmen einer kontrollierten Alkoholabgabe ausgeschenkt.

 

 2.6.4. Spezialangebote

 Sozialdienst

Die Bewohner werden von dem Sozialdienst in folgenden Bereichen unterstützt:

Finanzverwaltung / Lohnverwaltung mit entsprechenden Vollmachten (IV-Rente, Zusatzleistungen, BVG), Ansprechperson für Betreuungspersonal und Bewohner bei Fragen und Anliegen betreffend Sozialarbeit, Gesuche, Kostengutsprache gegenüber Sozialämtern, Fürsorgebehörden, Abklärungen, Rekurse, Revisionen gegenüber Sozialversicherungen, Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen, Ausfüllen von Steuererklärungen, Erlassgesuche Steuern, Wehrpflichtersatz, Schuldensanierungen, Ratenzahlungsvereinbarungen mit Polizeirichter-, Bezirks-, Stadtrichter und Betreibungsämter, öffentliche Verkehrmittel, Bussenverfügungen, Koordination gemeinnütziger Arbeit, Antrag für Beistandschaft.

 

Ärztliche Versorgung

Psychiatrische Betreuung / Therapie

Regelmässige psychiatrische Betreuung, die durch Drittpersonen in den Räumlichkeiten unserer Institution angeboten werden.

 

Psychiater

Sozialpsychiatrische Behandlung

Dr. med. Robert M. McShine

Integrierte Psychiatrie Winterthur-Zürcher Unterland

Römerstrasse 51

8424 Embrach

Telefon 044 / 866 11 11

 

Psychiater

Psychotherapie

Dr. med. Björn Trostel

Fischingerstrasse 4

8370 Sirn

Telefon 071 / 960 07 89

 

Somatische Betreuung

Eintrittsuntersuch bei der WG-Hausärztin und regmässige Kontrollen, sowie für Frauen gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen.

 

Hausärztin

Somatische Behandlung                

Dr. med. Katharina Wachter

Bergstrasse 8

8353 Elgg

Telefon 052 / 364 20 00

 

Zahnärztliche Behandlung

Es besteht eine Zusammenarbeit mit Zahnärzten in naher Umgebung. Wenn notwendig werden die Bewohner zu den Terminen begleitet.

 

Mittagstisch

Das Mittagsessen wird von allen Bewohnern am Mittagstisch in der Tagesstätte eingenommen (Ausnahme bei externer Arbeit). Das Essen wird von einem Catering-Service geliefert.

 

Hauseigene Apotheke

Die Medikamente beziehen die Bewohner über die hauseigene Apotheke.

 

Ferienlager

Einmal jährlich wird ein Ferienlager durchgeführt. Die Kosten dieser Ferien sind im Pensionsbetrag inbegriffen.

2.7. Aufnahme / Austritte

Aufnahmeprozedere

·          Besichtigung der WG mit einer vertrauten Person (Vormund, SozialarbeiterIn oder Familienangehörige)

·          Ab Eintrittsdatum ein Monat Probezeit

·          Bei groben Verstössen gegen die Hausordnung oder von speziellen Vereinbarungen, kann die Probezeit

         vorzeitig abgebrochen werden. In der Probezeit beträgt die beidseitige Kündigungsfrist eine Woche.

         Die WG-Betreuung und - Leitung verpflichtet sich, den gesetzlichen Vertreter rechtzeitig zu informieren.

·          Nach individueller Eingewöhnungszeit findet ein Standortgespräch mit allen beteiligten Parteien statt.

         Dabei werden die Zielsetzungen für den weiteren Aufenthalt vereinbart. Bei Weiterführung des

         Pensionsvertrages gilt eine gegenseitige, einmonatige Kündigungsfrist.

 

Austrittsplanung

Es wird eine höhere Lebensqualität mit mehr Selbstständigkeit, geregeltem Arbeitsverhältnis, sowie einer der Situation entsprechenden ärztlichen Nachbetreuung angestrebt.

 

Kurzfristige Auflösung des Pensionsvertrages von Seiten der Wohngemeinschaft unter Absprache mit allen Parteien:

·          Missachtung der Hausordnung oder der speziellen Vereinbarungen (z.B. bei unzumutbaren Verhältnissen

         für die Betreuung und MitbewohnerInnen)

·          Bei Nichteinhaltung der finanziellen Verpflichtungen

·          Intensive Pflegebedürftigkeit / Bettlägerigkeit

·          Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung behält sich die WG-Leitung vor, eine Klinikeinweisung zu

         veranlassen.

2.8. Rechte der BewohnerInnen

Akteneinsicht

·          Einsicht in die von den Betreuungspersonen geschriebenen Verlaufsberichte.

·          Einsicht in die Kontoführung des Taschengeldes.

 

Privatsphäre

·          Wahrung der Privatsphäre (Zimmerkontrollen in Anwesenheit der BewohnerInnen).

·          Für die persönlichen Zimmer werden Schlüssel abgegeben.

 

Partnerschaft und Sexualität

·          Die Bedürfnisse von Partnerschaft und Sexualität werden respektiert und dürfen gelebt werden,

         sofern das Wohlbefinden der Betreffenden und der MitbewohnerInnen berücksichtigt wird.

 

Standortgespräche

·          Einberufung eines Standortgespräches.

2.9. Verantwortung der BewohnerInnen

Kooperationsbereitschaft

·          Kooperationsbereitschaft gegenüber dem Betreuungspersonal und der Heimleitung muss

  vorhanden sein.

 

Gesundheit

·          Regelmässige Konsultation beim Psychiater (Dr. McShine oder Dr. Trostel).

·          Psychiatrische Betreuung durch externen Psychiater nur in Absprache mit der Heimleitung möglich.

·          Eintritts - Untersuchung durch den Hausarzt, anschliessend regelmässige Kontrollen nach Bedarf,

         mindestens jährliche Vorsorgeuntersuchungen.

·          Frauen: Jährliche gynäkologische Untersuchung bei einem Arzt nach Wahl.

·          Einnahme der verordneten Medikamente

 

Wohnen

·          Einmal wöchentlich Kochen für alle BewohnerInnen

·          Erledigung der eigenen Wäsche und der Zimmerordnung

·          Verrichtung der wöchentlich neu zugeteilten Ämtli

·          Teilnahme an wöchentlicher WG-Sitzung mit Mitbewohnern und Bezugsperson

·          Einhaltung der Hausordnung

 

Tagesstruktur

·          Interne oder externe Tagesstruktur

·          Auskünfte über Freizeitgestaltung

 

Standortgespräche

·          Teilnahme an der Standortbesprechung, die mindestens einmal jährlich von der Bezugsperson

         organisiert wird. 

2.10. Zusammenarbeit mit dem sozialen Umfeld

·          Standortgespräche können bei Bedarf von allen Vertrags-Parteien einberufen werden, sie finden mindestens

        einmal pro Jahr statt.

·          Wenn erwünscht: Begleitung zu Gesprächen mit dem Arbeitgeber und den Behörden.

·          Nach Wunsch oder Absprache mit den BewohnerInnen, Gespräch mit Angehörigen.

2.11. Personal

Unsere engagierten, kompetenten und motivierten Mitarbeiter sind eine wichtige Grundlage der Qualität in unserer täglichen Arbeit.

Unser Betreuungsteam stellen wir Ihnen auf unserer Homepage vor (www.bewoelgg.ch).

 

Fachliche Qualifikationen

Fachpersonal aus Pflege, Psychiatrie, Pädagogik, Sozialarbeit und handwerklichen Bereichen.

 

Weiterbildung

Unser Personal wird fortlaufend, in fachrelevanten Themen, intern und extern weitergebildet. Damit stellen wir die Erhaltung der Qualität unserer Arbeit sicher, fördern die gemeinsame Haltung untereinander, und orientieren uns an modernen Betreuungsmodellen.

 

2.12. Öffentlichkeitsarbeit

·          Tag der offenen Tür bei Eröffnung neuer Wohngemeinschaften (ohne BewohnerInnen).

·          Information der Bevölkerung über Presseberichte.

·          Bei Bedarf Gespräche mit Anwohnern, Nachbarn, Gemeindepräsident usw.

2.13. Entwicklungsabsichten und Zukunftsperspektiven

·          Wir möchten unsere Haltung im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation und Recovery erhalten,

         stetig weiterentwickeln und die Umsetzung gewährleisten.

·          Fortlaufende Weiterentwicklung und Überprüfung, sowie Anpassung der Strukturen ist ein wichtiger

         Bestandteil in unserem Betrieb.

 

Elgg, März 2011 Ru

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02.02.2012
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